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Filme gelten bei vielen Lehrkräften als weit weniger “interpretationsbedürftig” als literarische Texte. Aber auch beim Film lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Ein klassisches Beispiel für den Wert der Filmanalyse ist hier der Film “Alien”, der weit mehr als ein simpler Science-Fiction-Monsterfilm ist.

Wichtig bei der Filmanalyse im Unterricht ist es, nicht sofort nach “der Message” des Films zu suchen oder zu versuchen, die Schüler auf eine Lesart des Films zu fixieren. Es empfiehlt sich vielmehr, den Meinungen der Schülern gegenüber offen zu sein und die eigene Sicht auf den Film “permanent als revisionsbedürftig” (Klaus Kanzog) zu betrachten. Methoden der Filminterpretation sind denen der Literaturwissenschaft sehr ähnlich, wie dieses Übersichtsblatt über die Methoden der Filminterpretation zeigt.

Um eine fundierte Diskussion über den Film zu ermöglichen, ist es nötig, so viele greifbare Fakten wie möglich zur Hand zu haben. Dazu muss der Film protokolliert werden, um die eigene Filmerfahrung und die der Schüler weitestgehend zu objektivieren. Dies geschieht idealerweise durch die Erstellung eines Filmprotokolls, in dem jede Einstellung dokumentiert wird. Da dies jedoch meist sehr aufwendig ist, empfiehlt sich für die tägliche Unterrichtspraxis, die Wahrnehmung der Schüler bei der Filmschau auf bestimmte Aspekte zu lenken. Dies kann beispielsweise durch die Arbeitsblätter Was passiert im Film, Wer handelt im Film und Wie erzählt der Film geschehen.